Kabarettist · Moderator · Autor

Bernd Kohlhepp

Der Mann, der Herrn Hämmerle spielt. Und einiges mehr.


Die meisten kennen ihn als Herrn Hämmerle – verständlich, die Figur ist seit 1996 sein bekanntestes Markenzeichen. Aber der Künstler erfindet die Figur, nicht umgekehrt. Er ist mehrfacher Kleinkunstpreis-Träger und seit über drei Jahrzehnten auf den Bühnen in Deutschland, der Schweiz und Österreich. Diese Seite zeigt die ganze Bandbreite. Vom Solo-Kabarettisten zum Autor, vom Kindertheatermacher zum Zeichner. Als Moderator und als Bühnen-Visionär ist Bernd Kohlhepp immer für eine Überraschung gut.

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Bernd Kohlhepp, Porträt ohne Bühnenkostüm

Das Programm

Ein Künstler, drei Rollen

I · Der Moderator

Wenn der Abend
laufen muss

Preisverleihung, Firmenjubiläum, Gala, Tagung – Bernd Kohlhepp führt mit dem hindurch, was sich nicht buchen lässt, wenn man es nicht hat: Schlagfertigkeit, Timing und die Ruhe, auch das Unvorhergesehene in eine Pointe zu verwandeln. Auf Wunsch als Bernd Kohlhepp, auf Wunsch mit einem Gastauftritt des Herrn Hämmerle.

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Bernd Kohlhepp am Mikrofon auf der Bühne
Comic-Novelle „Canale Grande“ von Bernd Kohlhepp

II · Der Autor

Zwischen zwei
Buchdeckeln

Hier ist Kohlhepp so zu Hause wie auf der Bühne. Von der „Schwäbischen Weltgeschichte“ über den Band „Schwaben“ bis zu Hörbuch und Comic-Novelle – schwäbische Weltbetrachtung in gedruckter Form. Für Lesungen buchbar, gern mit Live-Anteil.

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III · Der Bühnenverwandler

Nicht nur
eine Figur

Herr Hämmerle ist eine Rolle – aber nicht die einzige. Als „Faust“ hält Kohlhepp dem Klassiker die blanke Wirklichkeit entgegen, als Humphrey Bogart steht er in „Casablanca“, und in „Elvis trifft Elvis“ swingt er mit Nils Strassburg durch den Rock ’n’ Roll. Großer Stoff, kleine Wahrheiten, viel Gelächter – und selten weit weg ist die Musik.

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Bernd Kohlhepp und Nils Strassburg in „Elvis trifft Elvis“

Vita

Sänger, Tänzer, Rock-’n’-Roller, Autor – und alles auf einmal

Klick oder Taste zeigt alles sofort

Es gibt Künstler, die eine Sache richtig gut können. Und es gibt Bernd Kohlhepp, der singt, spielt, tanzt, parodiert, improvisiert und schwadroniert – am liebsten alles auf einmal und alles an einem einzigen Abend.

Die Anfänge

Geboren 1962 im schweizerischen Zofingen, als Sohn einer Niederländerin und eines Badeners, zieht er mit zwei Jahren nach Tübingen. Dort, in der Weststadt, fängt er beim alteingesessenen Völkchen der „Gôgen“ jenen schwäbischen Tonfall auf, der später sein Markenzeichen werden soll. Nach dem Abitur studiert er an der Eberhard-Karls-Universität Empirische Kulturwissenschaft – und entscheidet sich dann für die verlässlichere Variante: das Rampenlicht. Das Studium wird zugunsten der Bühne aufgegeben, eine Entscheidung, die das Land um unzählige Lachfalten reicher gemacht hat.

Vis a Vis

Den Auftakt macht in den frühen 1980er-Jahren das Duo „Vis a Vis“, das er mit Klaus Birk gründet: eine eigenwillige Mischung aus Pantomime und Mundart, die es 1984 aus dem Mainzer Unterhaus sogar ins ZDF schafft. Es folgen mehrere hundert Gastspiele quer durch Deutschland, die Schweiz, die damalige DDR und bis in die Sowjetunion, nach Tadschikistan und Usbekistan. Man darf also sagen: Kohlhepp war schon in Taschkent, bevor Bempflingen überhaupt von ihm wusste.

Ein Schwabe betritt die Bühne

Mitte der 1990er-Jahre erscheint jene Figur, die aus dem Kabarettisten eine Institution macht: Herr Hämmerle, wohnhaft im fiktiven Bempflingen, Fachmann für sämtliche Lebensfragen und Schwabe aus tiefster Überzeugung. Seit 1996 steht Hämmerle im Zentrum von Kohlhepps Soloschaffen – ein Mann, der mühelos zwischen breitem Schwäbisch und feinstem Hochdeutsch wechselt und dem noch keine Ungereimtheit des Alltags entkommen ist.

Fernsehen und ein zweiter Schwabe

Weil ihm die Bühne bisweilen zu einsam wurde, tat sich Kohlhepp um die Jahrtausendwende mit Kollege Eckhard Grauer zusammen. Als Duo „Hämmerle und Leibssle“ wurden die beiden ab 2000 zu Dauergästen im SWR-Fernsehen – mit eigenen Sendungen, Filmen wie „Hämmerle und Leibssle trainieren für Olympia“ (2004) und „… am Bodensee“ (2008) und einem Ausflug, der bis in den „Tatort“ (2014) reichte. Seit 1999 ist Kohlhepp zudem festes Mitglied des Tübinger Harlekin-Improtheaters – die Schule fürs freie Spiel, das seine Auftritte bis heute herrlich unberechenbar macht.

Der Sänger

Denn Kohlhepp ist nicht nur Schwätzer, sondern auch Musiker. 2009 nahm er mit Produzentenlegende Mike Chapman in Nashville eine Rock-’n’-Roll-Platte auf; seit 2010 steht er mit „Hämmerle goes Bigband“ gemeinsam mit der SWR Big Band auf der Bühne, zuletzt an der Seite der Stuttgarter Jazzsängerin Fola Dada. Wenn Hämmerle zum Mikrofon greift, wird aus schwäbischem Alltag mühelos Welthit – von Prince bis Zaz, umgedichtet und veredelt.

Der Autor

Und dann wäre da noch der Schreibtischtäter Kohlhepp. Für die „Sendung mit der Maus“ arbeitet er als Sprecher und Autor; mit Jürgen Treyz hat er rund zwanzig Kinder-Tonträger eingespielt, zweimal ausgezeichnet mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik. Von 2006 bis 2009 war er „Turmschreiber“ im pfälzischen Deidesheim, sein Kinderbuch „Drachen erziehen ist leicht“ wurde ins Chinesische und Russische übersetzt. Für Hoffmann und Campe verfasste er eine augenzwinkernde Heimatkunde des Schwabenlandes; dazu kommen Bücher wie die „Schwäbische Weltgeschichte“, „Wo der Hammer höher hängt“ (mit Illustrationen von Sepp Buchegger), „Canale Grande“ und ein Mörike-Hörbuch beim Diderot Verlag.

Die Programme

Das Herzstück aber ist die Bühne. Über die Jahre hat Kohlhepp ein ganzes Universum rund um Herrn Hämmerle erschaffen – hier die aktuellen Stationen:

  • „Escape Rooms – Alles im grünen Bereich!“ (Premiere März 2026, Renitenztheater Stuttgart)Hämmerle steckt fest – in Sauters Bunker, auf einer Kreuzfahrt, auf der Gartenparty seiner alten Band – und bekommt es mit Aliens, Zombies und mindestens einer Fee zu tun. Sprechtheater, Live-Musik und schwäbische Weltanschauung verweben sich zu einem Abend voller Tiefgang und Leichtigkeit. „Sein Meisterwerk!“
  • „Hämmerle eskaliert“Hämmerle hat zu allem eine Meinung, und das Publikum bestimmt mit, worüber er sich als Nächstes ereifert. Empörung auf Bestellung; selten war Sich-Ärgern so vergnüglich.
  • „Hämmerle räumt auf!“Der fixe Schwabe mistet aus und stellt zwischen Sperrmüll und alten Briefen die große Frage: Was bleibt, wenn man alles wegwirft? Gründlich, gnadenlos, sehr komisch.
  • „Mit dem Faust auf’s Auge“ (Classic Comedy)Kohlhepp hält dem Bildungskanon die blanke Wirklichkeit entgegen und macht aus dem Klassiker seine ganz eigene Comedy.
  • „Hämmerle kommt“Das Best-of: die schönsten Szenen und Songs aus vielen Jahren, gesungen, getanzt und frei improvisiert.
  • „Elvis reloaded – Der King kehrt zurück“Vielleicht die bekannteste Darreichungsform des Herrn Hämmerle: als schwäbischer Elvis-Interpret. Kabarett trifft Rock ’n’ Roll – und aus „Are You Lonesome Tonight?“ wird „Langsam zur Zeit“.
  • „Der Tannenbaum brennt!“ (Weihnachtsprogramm)Hämmerles ironisches ABC des Weihnachtsfests, garniert mit umgedichteten Welthits: das emotionale Rüstzeug, um die Feiertage heil zu überstehen.

Und es geht weiter: Für Oktober 2026 ist der gemeinsame Abend „Schalluh & Hämmerle“ angekündigt, im Dezember 2026 feiert das neue Weihnachtsstück „Der Stern von Bempflingen – Wir warten auf den King“ in Karlsruhe Premiere, und 2027 kommt Herr Hämmerle mit der fünfteiligen „Wohnzimmer-Comedy“ ins SWR-Fernsehen – an der Seite von Luan, Doris Reichenauer und weiteren Kolleginnen und Kollegen.

Heute

An die 100 Abende im Jahr steht Bernd Kohlhepp auf der Bühne – in ganz Baden-Württemberg, im bayerischen Schwaben, in Vorarlberg und in der Schweiz, wo sein Schiller-Kabarett besonders geschätzt wird. Ausgezeichnet wurde er unter anderem mit dem Kleinkunstpreis Baden-Württemberg (2014), dem Pocket Klassiker Award Ulm für „Die Räuber oder so“ und dem Lindauer Casino-Kabarett-Preis. Privat lebt er mit seiner Familie in Tübingen – dort, wo einst alles mit ein paar Gôgen und einem gut gespitzten Ohr begann.

Sänger, Tänzer, Rock-’n’-Roller, Schwadroneur, Autor und Vollblutkomiker: Bei Bernd Kohlhepp bekommt man nicht eines davon, sondern alles auf einmal. Lachmuskelkater inklusive.

Und der Hämmerle?

Der bleibt der Star im Haus. Seine aktuellen Programme und alle Termine gibt es dort, wo sie hingehören:

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